Wird Kanye West Präsident?

Der US-amerikanische Rapper Kanye West war unter der Dusche, als ihm die Idee einfiel, noch dieses Jahr an den Präsidentschaftswahlen in den USA zu kandidieren. Eine Überraschung für uns alle, sogar für seinen guten Freund Donald Trump. Was hat Kanye vor?

Der 43 Jährige Rapper befindet sich schon seit einiger Zeit auf einer spirituellen Reise und veröffentlichte 2019 sein Gospel-Album „Jesus is King“. Seine Kandidatur ist nicht das erste Mal, dass er sich zu politischen Themen äussert, obwohl er selbst angibt, noch nie zur Urne gegangen zu sein. Mit seinen Worten “George Bush doesn’t care about black people.” (deutsch: „die Schwarzen sind George Bush egal“) kritisierte er den damaligen Präsidenten Bush, da Unterstützung für Opfer des Hurrikan Katrina im Jahr 2005 fehlte. Seine Aussage erregte öffentlich großes Aufsehen und somit auch viele politischen Diskussionen. George Bush beschreibt diesen Moment als den „absoluten Tiefpunkt“ seiner Präsidentschaft.

Nun würde man meinen, er sei ein starker Unterstützer der „Black Lives Matter“ Bewegung, doch das ist er nicht. Im Mai 2018 sorgte seine Ansicht, die Sklaverei sei die freie Entscheidung der Sklaven gewesen für grosses Aufsehen.(Veröffentlicht auf TMZ) Auch seine Freundschaft mit Donald Trump ist besonders fragwürdig und wirft die Frage auf, wieso überhaupt Kanye West kandidiert. Stolz zeigte er sich mit seiner “ Make America Great Again“ Kappe vor den Kameras, und kandidiert nun mit seiner „Birthday Party“ gegen Trump.

Mit diesen Wörtern gab Kanye West auf Twitter seine Kandidatur bekannt.

Kanye West stellt mit seinem lächerlichen Slogan „YES“ eine Gefahr für die Präsidentschaft dar, doch nicht für den Republikaner Trump, sondern für den Demokraten Joe Biden. Wenn Biden die Stimmen der Afroamerikanischen Bevölkerung an West verliert, steigen Trumps Chancen für eine erneute Amtszeit. In seinem Interview mit „Forbes“ kritisiert er viel mehr Biden statt Trump, was seiner kurzfristigen und absurden Kandidatur ein neues Bild gibt. Kanye will nicht gewinnen, er will Trump auf eine seltsame Art und Weise unterstützen, die zunächst grotesk erscheint, doch im Hinblick auf die schon jetzt groteske Regierungspolitik von Trump immer mehr Sinn ergibt.

Kanye als Präsidenten wünsche ich mir auf keinen Fall, nein. Aber Kim Kardashian als First Lady? Oder sogar Präsidentin? Mit Michelle Obama verglichen wieder schmerzhaft absurd, doch mit Melania Trump verglichen eine nicht mal so schlimme Vorstellung. Kim Kardashian ist nähmlich dran, Anwältin zu werden. Nebst ihrem Beauty-Imperium und der Reality-Show “ Keeping Up With The Kardashians“ setzt sich Kanye Wests Ehefrau für eine Gefängnisreform in den USA ein und half der Begnadigung der 63-Jährigen Afroamerikanerin Alice Marie Johnson bei, welche 1996 mit lebenslänglicher Freiheitsstrafe verurteilt wurde, da sie als Telefonvermittlerin in Drogengeschäften tätig gewesen war. Auch mit ihrer Show “ Kim Kardashian West: The Justice Project“, möchte sie Fälle wie die von Alice Marie Johnson bekannt machen und zeigen, welche Gefängnisreformen unbedingt folgen müssen. 2022 wird sie die Anwaltsprüfung ablegen. Mit ihrem Engagement in diesem neuen Bereich zeigt sie sich nach meiner Meinung als eine viel geeignetere Kandidatin als Kanye West, doch wird ihrem Mann wahrscheinlich ihre volle Unterstützung zeigen.

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